Feinstaubalarm

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat den Feinstaubalarm am Mittwoch, 15. April 2020, eingestellt. Sowohl im Jahr 2018 als auch im Jahr 2019 sind die gesetzlichen Grenzwerte an allen Messstationen im Stadtgebiet eingehalten worden.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn zog eine positive Bilanz: "Der Feinstaubalarm war richtig und erfolgreich: Die Luft in unserer Stadt ist sauberer geworden. Seit zwei Jahren halten wir die Grenzwerte ein. Und es war wichtig, das Thema beim Namen zu nennen, statt es unter den Teppich zu kehren. Der Feinstaubalarm hat dazu geführt, dass sich die Menschen in Stuttgart und der Region mit dem Thema Luftreinhaltung aktiv auseinandergesetzt haben. Ich freue mich, dass wir jetzt den Feinstaubalarm beenden können."

Hintergrund Feinstaubalarm

Die Stadt Stuttgart hat den Feinstaubalarm im Januar 2016 als Instrument zur Luftreinhaltung eingeführt. Feinstaubalarm wurde ausgelöst, sobald der Deutsche Wetterdienst (DWD) an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre prognostiziert hat. Der Grund: Durch die austauscharme Wetterlage besteht dann die Gefahr von Überschreitungen der Grenzwerte für Feinstaub. Vor allem im Winterhalbjahr können häufiger Wetterbedingungen herrschen, die eine Anreicherung der Luft mit Schadstoffen begünstigen. Diese austauscharmen Wetterlagen verhindern die Verteilung und den Abtransport der Luftschadstoffe in die Atmosphäre.

Bei Feinstaubalarm haben die Stadt und das Land Baden-Württemberg an die Stuttgarterinnen und Stuttgarter sowie die Pendlerinnen und Pendler aus der Region appelliert, das Auto möglichst in Stuttgart nicht zu nutzen und auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Der Betrieb von Komfort-Kaminen, also Kaminen, die nicht der Grundversorgung dienen, ist nach einer Verordnung der Landesregierung an Tagen mit einem prognostizierten stark eingeschränkten Austauschvermögen der Atmosphäre weiterhin untersagt.

Der Feinstaubalarm wurde stets mit einem Tag Vorlauf bekannt gegeben, sodass sich Autofahrer rechtzeitig Mobilitätsalternativen suchen konnten. Zudem informierte die Stadt umgehend über die eigens für den Feinstaubalarm eingerichtete Internetseite, die sozialen Medien sowie über Vario-Tafeln an Hauptverkehrsstraßen. Die Feinstaubalarm-Periode dauerte jeweils vom 15. Oktober bis zum 15. April.

Ausführliche Informationen zum Feinstaubalarm finden Sie auf www.stuttgart.de/feinstaubalarm.