Integriertes Quartier Böckinger Straße, Zuffenhausen

Innovatives Miteinander in Wohn- und Freiräumen

Ziel des Projekts Böckinger Straße ist, ein sozial durchmischtes Stadtquartier für verschiedene Nutzergruppen in einer architektonisch qualifizierten Dichte zu schaffen.


Böckinger Straße - Innovatives Miteinander in Wohn- und Freiräumen - IBA 2027VergrößernDas Areal an der Böckinger Straße in Zuffenhausen aus der Luft gesehen. Foto: Stadt StuttgartDas Areal an der Böckinger Straße in Zuffenhausen aus der Luft gesehen. Foto: Stadt Stuttgart Das zukünftige Quartier soll räumlich und funktional eng mit dem bestehenden Stadtteil und den angrenzenden Grün- und Naherholungsräumen verknüpft sein. Bezogen auf die Größe des Gesamtquartiers wird angestrebt, eine angemessene bauliche Vielfalt mit hohen stadträumlichen Qualitäten zu realisieren.

Neben der Nutzungsmischung soll eine hohe Grundrissflexibilität umgesetzt werden, d.h. Wohnungen sollen sich an verschiedene Nutzungs- und Lebensabschnitte anpassen können. Dabei wird auch angestrebt experimentelle Bautypologien und Wohnformen in einzelnen Teilbereichen zu realisieren.

Hauptakteure bei diesem Projekt sind Stuttgarts Städtische Wohnungsbaugenossenschaft (SWSG) sowie die Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. (EVA). Gemeinsam mit den neuen Bewohnern und den Anwohnern des angrenzenden Bestandsquartiers sollen Sharing-Modelle, etwa für den bestehenden bzw. geplanten Garten, aber auch für Kompetenzen und Fähigkeiten der Bewohner umgesetzt werden. Gemeinwohlorientierung und Eigeninitiative sollen dabei gefördert werden. Bedingt durch die beteiligten Projektpartner soll preiswertes Bauen in gleichzeitig beispielhaft gestalteter Architektur einer der wichtigen Aspekte sein. Darüber hinaus sollen auch ökologische Projekte entwickelt werden.

Das städtische IBA'27-Potenzial wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats der IBA'27-Gesellschaft am 22. März 2019 in das IBA'27-Netz aufgenommen.

Ziele

  • Urbanes Wohnen soll für alle Gesellschaftsschichten in einer sozialen Durchmischung attraktiv sein.
  • Nutzungsmischung, Dichte und Nähe im Quartier sollen die motorisierte Mobilität reduzieren.
  • Die Bauwerke sollen höchsten ästhetischen, technischen und funktionalen Ansprüchen entsprechen und für Generationen einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Identität leisten und gleichzeitig Aspekte des preiswerten Bauens berücksichtigen (Baukultur).
  • Urbane Strukturen in der Fläche sollen gestärkt und Qualitäten von Quartieren in einer polizentrischen StadtRegion gesteigert werden. Eine kleinteiligere Gliederung des Raumes und eine Verbesserung der stadt- und landschaftsräumlichen Qualität soll höhere Anteile von und Fuß- und Radverkehr ermöglichen und so die Lebens- und Umweltqualität verbessern.
  • Neues Wohnen soll eine hohe Grundrissflexibilität ermöglichen und somit auch die Anpassbarkeit an verschiedene Nutzungen und Lebensabschnitte gewährleisten.
  • Beispielhafte modulare Bauweisen sollen erforscht werden, die den Holzbau und weitere Leichtbautechniken beflügeln und wirtschaftlich begünstigen (neue Technologien und Prozesse).
  • Durch gute Vernetzung und Sharing-Modelle können Ressourcen geschont werden und von vorhandenen Fähigkeiten der im Quartier lebenden Menschen sollen diese gegenseitig voneinander profitieren (Neue Arbeitswelten).
  • Es sollen ökologische Projekte gefördert werden, die sich an Grundsätzen der Energieschonung, der CO2-Neutralität und der Rezyklierung von Materialien orientieren.