Stadt am Fluss: Vernetzung Bad Cannstatt

In Bad Cannstatt eignen sich mehrere Stadtbausteine für ein städtebauliches Entwicklungspotenzial. Der Bestand vor Ort soll entwickelt und miteinander vernetzt werden, so dass sich eine positive Wirkung auf die Umgebung entfaltet.


Vernetzung Bad Cannstatt - 'Stadt am Fluss' - IBA 2027VergrößernDer Stadtplan zeigt: Das Herz Bad Cannstatts soll neu miteinander vernetzt und Barrieren verringert werden. Grafik: Stadt StuttgartDer Stadtplan zeigt: Das Herz Bad Cannstatts soll neu miteinander vernetzt und Barrieren verringert werden. Grafik: Stadt StuttgartZwischen dem Bahnhof in Bad Cannstatt und dem in der Nähe liegenden Wilhelmsplatz sollen innovative Planungskonzepte für eine nachhaltige Quartiersentwicklung umgesetzt werden. Ein Verkehrsraum soll in einen Stadtraum transformiert werden. Neue Formen der Nutzung und Interaktion sind gefragt. Die gebauten Platzkanten mit ihren Architekturen und Innenleben sind dabei wichtige Elemente.

Die Entwicklung des Bereichs Eisenbahnstraße, König-Karl-Straße und Bahnhofstraße soll zu einer Quartiersaufwertung und Qualifizierung führen. Für das Parkhaus, dessen Erbbaurecht 2025 ausläuft, sollen innovative Nutzungskonzepte in Verbindung mit zukunftsweisender Architektursprache entwickelt werden, die in das Quartier und den öffentlichen Raum ausstrahlen.

In Verbindung mit weiteren privaten und öffentlichen Bausteinen soll eine wegweisende Quartiersentwicklung mit einem Nutzungsmix aus neuen Arbeitswelten, neuen Wohnformen und experimenteller Bautypologie entwickelt werden. Die Weiterentwicklung der Altstadt sowie ihre Verbindung zum Neckar und die Freiraumentwicklung am Neckarknie sollen in den Transformationsprozess einbezogen werden. Am Neckarknie soll ein integrierter Freiraum entstehen, der sowohl der Erholungs- und Freizeitnutzung als auch ökologischen Aspekten wie Hochwasserschutz und Klimawandel Rechnung trägt.

Das städtische IBA'27-Potenzial wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats der IBA'27-Gesellschaft am 22. März 2019 in das IBA'27-Netz aufgenommen.

Ziele

  • Überwindung von Infrastrukturbarrieren: Es sollen neue, anspruchsvolle Wege in den Bereichen Städtebau und Architektur mit innovativen, vielschichtigen und mutigen Bauprojekten mit Vorbildcharakter gesucht werden.
  • Quartiersentwicklung mit neuen Wohn- und Arbeitswelten und experimenteller Bautypologie steht im Fokus.
  • Stadt am Fluss: Die Altstadt soll mit dem Neckar verknüpft werden.
  • Identitäten von Bad Cannstatt sollen gestärkt und ein neues Bewusstsein für den öffentlichen Raum soll durch Qualifizierung und neue Verknüpfungen entstehen, indem Verbindungen geschaffen und Trennungen aufgehoben werden.
  • Durch Erhalt und Qualifizierung soll der historische Bestand in der Cannstatter Innenstadt wertgeschätzt werden.
  • Es sollen Gebäude enstehen, die an verschiedene Nutzungsideen in Zukunft angepasst werden können.
  • Neue Mobilität und ein neues Bewusstsein dafür soll durch die Transformation eines zentralen Verkehrsknotenpunkts (Wilhelmsplatz) entstehen.
  • Stadträume mit neuen Nutzungen und Interaktionen sollen den öffentlichen Raum bereichern.
  • Planungs- und Entscheidungsprozesse sollen zugänglich gemacht werden, um eine Beteiligung der Bürger an dem Projekt zu ermöglichen.