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IBA-Potenziale der Stadt Stuttgart vorgestellt

Die Stadtverwaltung hat erste mögliche IBA-Projekte und Flächen für die Internationale Bauausstellung im Jahr 2027 identifiziert und am Dienstag, 18. Dezember, den Gemeinderäten im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt. Deren Potenziale sollen zeitnah beurteilt und in einer ersten Tranche bei der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH eingereicht werden. Bis Februar 2019 will die IBA'27 GmbH eine Sammlung erster Projekte identifizieren und vorstellen.

Als Mitglied des IBA-Expertenrates des Bundes hob Professor Werner Durth die weltweite Bedeutung der Ausstellungen als Experimentierfelder für Stadtentwicklung hervor. IBA-Intendant Andreas Hofer betonte anschließend, es gelte visionäre Ansätze und Antworten auf sich abzeichnende Herausforderungen der Zukunft zu finden. Gefragt seien Projekte, die modellhafte, anspruchsvolle und grundlegende Ideen zur städtischen Raumentwicklung gäben. Dafür brauche es mutige Entscheidungen, wie die IBA in der Region zu verankern und Bürger an der IBA-Entwicklung zu beteiligen, um ein metropolitanes Bewusstsein zu schaffen. Die Weißenhofsiedlung müsse weitergedacht und ins 21. Jahrhundert geführt werden, indem etwa auf die Herausforderungen der Digitalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit geantwortet werde. Dafür soll das IBA'27 Netz als Projektplattform für visionäre Konzepte dienen, die sich unter anderem dem Thema Vernetzung widmen. Daneben sollen IBA-Quartiere als gebaute Visionen entstehen und IBA-Festivals als Impulsgeber dienen.

Projektideen für IBA-Quartiere

Die städtische IBA-Beauftragte, Alice Kaiser, stellte erste Projektideen und Potenzialräume vor. Als "Die Stadt von übermorgen" nannte sie das Rosenstein-Quartier als erste Projektidee für ein IBA-Quartier. Dort sollen beispielhafte Lösungen der Zukunft entwickelt werden. Eine weitere Projektidee ist die lebendige Stadt am Fluss in Stuttgart-Ost und die Quartiersentwicklung am Eiermann-Areal. Hier sollen experimentelle Wohnformen und das Energie-Plus-Quartier Thema sein. Eine neue Ortsmitte mit gemeinschaftlichem Quartiersbewusstsein in der Leonhardsvorstadt soll durch gemeinschaftliche Initiativen und Nachbarschaftsprojekte entstehen. Auf dem EnBW-Areal in der Hackstraße wäre ein Quartier vorstellbar, dass sich innovativen Lösungen für modernes und kostengünstiges Wohnen bei funktionaler Mischung neuer Arbeitswelten widmet. Ein innovatives Miteinander in Wohn- und Freiräumen kann in der Böckinger Straße in Zuffenhausen entstehen. Hier sollen experimentelle Bautypologien und beispielhaft gestaltete Architektur mit preiswertem Bauen kombiniert werden.

Projektideen für IBA-Netze

Als erstes Projekt für die IBA-Netze wurde die Vernetzung der Innenstadt in Bad Cannstatt genannt. Infrastrukturbarrieren wie der Wilhelmsplatz sollen überwunden und Trennungen aufgehoben und ein nachhaltiges Quartier neuen Freiräumen entwickelt werden. Nutzer und Anwohner sollen bei der Entwicklung beteiligt werden. Das gleiche gilt für das Projekt Stadt am Fluss in Untertürkheim. Beim Bahnhofsareal in Vaihingen steht die Vernetzung des Synergieparks mit dem Stadtteil und dem bestehenden Bahnhofsvorfeld im Vordergrund.

Projektideen für IBA-Festivals

Ein Experimentierfeld für die IBA-Festivals soll im Wagenhallen-Quartier entstehen. Hier soll mit Blick auf die angedachte Interimsoper eine Diskussionsplattform entwickelt werden, die sich der Symbiose verschiedener Kultureinrichtungen aus Hoch- und Subkultur widmet. Die Wagenhallen, der Kunstverein Wagenhallen, Stadtacker und weitere Initiativen sollen dabei einbezogen werden. Den Kreis zur ersten IBA in Stuttgart soll an der Weißenhofsiedlung eine Art Experimentallabor schließen, bei dem es um Lösungsansätze für ressourceneffizientes Bauen und energieerzeugende Gebäude geht.

Mehr Information zur IBA'27 gibt es auf www.iba27.de.

Dienstag, 18.12.2018