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Richard Herre

Geschichte / Literatur, Philosophie und Geschichte / Ausstellung
Architekt, Designer, Grafiker, Übersetzer - Richard Herre war ein Multitalent. Über den nahezu vergessenen Protagonisten der Stuttgarter Avantgarde zeigt das Stadtpalais von Freitag, 29. November, bis zum 1. März 2020 erstmals eine Sonderausstellung. Zu verdanken ist sie der akribischen Spurensuche von Richard Herres Sohn Frank und Enkel Max.

Der Stuttgarter Hip-Hopper und Singer-Songwriter Max Herre hat sich mit seinem Vater Frank auf die Spuren seines Großvaters begeben: Richard Herre gehörte zu einer aufstrebenden Gruppe von Stadtplanern, Entwerfern und Architekten, die die Stuttgarter Weißenhofsiedlung mitgestalteten.

Die Sonderausstellung "Richard Herre" im Stadtpalais erinnert mit zahlreichen Exponaten erstmals an einen Protagonisten der Stuttgarter Avantgarde. Die 1927 vom "Deutschen Werkbund" errichtete Weißenhofsiedlung gilt bis heute als eines der einflussreichsten Vorbilder der modernen Architektur. Nach wie vor wird sie eng verknüpft mit beteiligten Architekturgrößen wie Ludwig Mies van der Rohe, Walter Gropius, Le Corbusier, Peter Behrens, Hans Scharoun, Bruno und Max Taut.

Die Idee und der Ausgangspunkt für diese international bedeutende städtebauliche Ausstellung lagen aber bei einer Gruppe junger Stuttgarter Architekten, die in der breiten Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten sind. Zu ihnen gehört auch der Architekt und Möbeldesigner Richard Herre (1885-1959). Er leistete auch ganz konkret mit der Innenraumgestaltung des Hauses 24 von Max Taut einen künstlerischen Beitrag.

Die Ausstellung erzählt zugleich ein Stück Familiengeschichte. Der Stuttgarter Architekt Frank Herre machte sich vor einigen Jahren auf die Suche nach Arbeiten seines Vaters. Und steckte mit seiner Leidenschaft seinen Sohn, den Musiker Max Herre, an. Gemeinsam begaben sich die beiden auf eine spannende Spurensuche. Dabei haben sie etliche Möbel, Entwürfe und Plakate zusammengetragen, die nun im Stadtpalais gezeigt werden.

Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal das gesamte Schaffen des Stuttgarter Entwerfers. Auch den künstlerischen Weggefährten des Multitalents soll mit Werken aus dem Hölzel-Kreis, der Üecht-Gruppe und dem Werkbund Raum gegeben werden. Kuratorin der Ausstellung ist Edith Neumann, die stellvertretende Direktorin des Stadtpalais. Inhaltlich wird das Projekt auch von einem wissenschaftlichen Beirat aus Architektur-Experten der Region unterstützt: Karin Kirsch, Innenarchitektin, Autorin und emeritierte Honorarprofessorin an der Hochschule für Technik Stuttgart, Professor Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung, Anja Krämer, Leiterin des Weissenhofmuseums und Arno Votteler, Industriedesigner, Innenarchitekt, Möbeldesigner und emeritierter Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Die Ausstellung im Salon Sophie ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt es unter Telefon 216-?25800, info@stadtpalais-stuttgart.de, www.stadtpalais-stuttgart.de.

VergrößernIn Baumeisters Atelier trafen sich 1921 Richard Döcker (links), Richard Herre, der gerade seinen Arm um Paula Falschebner legt, und Willi Baumeister mit einer Art Pfeife in der Hand.
© Archiv Herre
In Baumeisters Atelier trafen sich 1921 Richard Döcker (links), Richard Herre, der gerade seinen Arm um Paula Falschebner legt, und Willi Baumeister mit einer Art Pfeife in der Hand.
© Archiv Herre

Termine

von Fr., 29.11.2019 bis einschließlich So., 01.03.2020 außer an Feiertagen:

  • dienstags, mittwochs, donnerstags, freitags, samstags und sonntags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

StadtPalais - Salon Sophie
Stadtpalais
Konrad-Adenauer-Straße 2
70173 Stuttgart
S-Mitte

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+49 711 216-25800
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