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Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt

29.04.2020 Soziales
In Stuttgart gibt es ein breites Hilfsangebot für Personen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Darauf hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Mittwoch, 29. April, aufmerksam gemacht. Betroffene sollten sich nicht scheuen, bei Bedarf Kontakt zu den Beratungsstellen aufzunehmen.

Die Leiterin der Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern, Dr. Ursula Matschke, sagte: "Wenn Paare spüren, wie Überforderung und Aggression wachsen, sollten sie möglichst rasch die Hilfen der Beratungsstellen annehmen." In Coronazeiten sei dies telefonisch oder via Chat, Video und Mail möglich. Matschke erklärte, die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt sei hoch, auch das soziale Umfeld und die Nachbarschaft seien gefragt. "Schauen Sie hin und rufen Sie gegebenenfalls die Polizei", so die Abteilungsleiterin. Im vergangenen Jahr gab es in Stuttgart insgesamt 925 Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt.
 
Frauen und Männer, die befürchten, dass es in ihrer Beziehung zu Gewalt kommen kann oder bereits gekommen ist, können sich telefonisch, per Video oder per E-Mail bzw. Online-Chat an eine der unten genannten Beratungsstellen wenden. Hier finden auch Männer und Frauen Unterstützung, die merken, dass sie zunehmend aggressiver werden und befürchten, gewalttätig zu werden bzw. bereits Gewalt angewandt haben.

Frauenberatungsstellen:

FrauenFanal, Telefon 0711 48 002 12 (Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 9-16 Uhr), E-Mail frauenberatung@stuttgart.de, Online-Chat https://fhf-stuttgart.beranet.info/
 
BIF, Telefon 0711 649 45 50 (Mo, Mi 13-16 Uhr, Di, Do, Fr 9.30-12.30 Uhr), E-Mail bif@fhf-stuttgart.de, Online-Chat https://fhf-stuttgart.beranet.info/
 
Wenn bereits ein Polizeieinsatz stattgefunden hat:
 
FrauenInterventionsstelle, Telefon 0711 674 48 26 (Mo - Do 10-17 Uhr, Fr 9-16 Uhr), E-Mail frauenberatung@stuttgart.de oder fis@fhf-stuttgart.de, Online-Chat https://fhf-stuttgart.beranet.info/

Männerberatungsstelle:

Beratungsstelle Gewaltschutz für Männer, Telefon 0711 945 58 53-10 (Mo-Do 10-14 Uhr und nach Absprache), E-Mail gewaltschutz@sozialberatung-stuttgart.de

Beratungsstelle für Täter und Täterinnen:

Fachberatungsstelle Gewaltprävention, Telefon 0711 945 58 53-10, (Mo-Do 10-14 Uhr und nach Absprache), E-Mail gewaltpraevention@sozialberatung-stuttgart.de, Online-Chat (www.u-turn.info)

In der akuten Krise und bei Notfällen:

Polizei, Telefon 110
 
Krisen- und Notfalldienst, Telefon 0180 511 04 44, (Mo-Fr 9-24 Uhr und Sa, So, Feiertag 12-24 Uhr)