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Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft informiert Senioren über Betrugsmaschen

11.09.2019 Aktuelles
Anrufe am späten Abend und erfundene Geschichten - damit versuchen Betrüger Bargeld und Wertsachen zu erbeuten. Betroffen sind vor allem Seniorinnen und Senioren. Zum Schutz älterer Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Stuttgart haben Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Polizeipräsident Franz Lutz in einem persönlichen Schreiben über die gängigen Methoden und Tricks aufgeklärt.

Bürgerinnen und Bürger, die dieses Jahr am 1. September 75 Jahre und älter waren, wurden angeschrieben. Insgesamt ging das Informationsschreiben Anfang September an über 45.000 Seniorinnen und Senioren. Die Idee dazu kam über einen Bürger, der sich mit einer Gelben Karte an die Stadt gewandt hat und den Vorschlag machte.

Hermann Volkert, Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Stuttgart, sagte am Mittwoch, 11. September: "Der Brief von Oberbürgermeister Kuhn und Polizeipräsident Lutz ist ein weiteres wichtiges Element unserer Aufklärungsarbeit. Manche Menschen wissen trotz unserer vielfältigen Maßnahmen immer noch nichts von den Betrugsmaschen, die häufig über das Telefon eingeleitet werden."

Die Polizei hat ihre Präventionsarbeit verstärkt. Sie informiert auf Märkten und in Fußgängerzonen, sucht den Kontakt über Banken, Apotheken und Taxifahrer, referiert bei Seniorentreffs und warnt auch in den sozialen Medien vor den Betrugsmaschen. Im Jahr 2018 haben Betrüger mit dem "Enkeltrick" und der Masche "Falscher Polizeibeamter" in Stuttgart einen Schaden in Höhe von insgesamt 609.095 Euro verursacht. Wie hoch der Schaden in diesem Jahr ist, lässt sich noch nicht beziffern.

Auf das Schreiben gab es bereits positive Rückmeldungen. Bürgerinnen und Bürger bedankten sich telefonisch und schriftlich. "Rund 200 Anrufe und um die 50 schriftlichen Antworten sind in der vergangenen Woche bei uns eingegangen. Davon werden zwei an die Polizei weitergegeben, da darin Hinweise enthalten sind, die auf einen aktuellen Betrugsfall hinweisen", so Gregor Belgardt von der Stabsstelle Sicherheitspartnerschaft in der Kommunalen Kriminalprävention bei der Landeshauptstadt Stuttgart.

Tipps für Ihre Sicherheit

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!
  • Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen
  • Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf.
  • Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 (ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie auf keinen Fall die Rückruffunktion Ihres Telefons, sondern wählen Sie 110.

Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Stuttgart berät und informiert zum Thema. Es ist erreichbar unter 0711/8990-1205 oder stuttgart.pp.praevention@polizei.bwl.de. Wer Opfer oder Zeuge einer Straftat ist, wendet sich an die 110 oder das zuständige Polizeirevier.

Gemeinsame Pressemitteilung der Landeshauptstadt Stuttgart und der Polizei Baden-Württemberg.