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Stuttgart ist auch 2018 durch Zuzug und Geburten gewachsen

18.02.2019 Aktuelles
"Nach der jüngsten Fortschreibung des Statistischen Amts ist Stuttgart im letzten Jahr um 2700 Personen gewachsen. Damit lag der Einwohnerzuwachs auf demselben Niveau wie im Vorjahr (plus 0,4 Prozent)", sagt Thomas Schwarz, Leiter des Statistischen Amts der Landeshauptstadt Stuttgart zur Einwohnerentwicklung 2018. "Am 31. Dezember 2018 waren demnach 614.365 Einwohner in Stuttgart mit Hauptwohnung gemeldet."

Wanderungssaldo wieder gestiegen

Im Jahr 2018 sind 1637 Personen mehr nach Stuttgart zugezogen, als im selben Jahr fortgezogen sind. Der Wanderungssaldo lag somit höher als 2017 (plus 1228), denn die Zahl der Fortzüge sank stärker als die Zahl der Zuzüge. Das gesamte Wanderungsvolumen ging auf 50.333 Zuzüge (2017: 51.546) und 48.696 Fortzüge (2017: 50.318) zurück.

Stuttgart verlor im Jahr 2018 (minus 1691) wesentlich weniger Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit durch Wanderungen als 2017 (minus 2271). Bei ausländischen Personen war der Wanderungssaldo erneut positiv, er sank aber von plus 3499 im Vorjahr auf plus 3328 im letzten Jahr. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung lag zum Jahresende bei 25,6 Prozent.

Wanderungsgewinne kompensieren Wanderungsverluste

Abermals verzeichnete Stuttgart im Jahr 2018 Wanderungsverluste mit den fünf umliegenden Landkreisen der Region. Während die Zahl der Zuzüge mit 11.178 ungefähr auf Vorjahresniveau (11.029) blieb, lag die Zahl der Fortzüge von Stuttgart in das Umland mit 14.275 unter dem Vorjahreswert (15.210). Dadurch verringerte sich der Wanderungsverlust an das Umland auf minus 3097 (2017: minus 4181).

Aus den übrigen Regionen Baden-Württembergs kamen mit plus 2336 per Saldo fast gleich viele Personen nach Stuttgart wie 2017 (plus 2473). Dazu zählen auch Migranten, die aus dem Ausland über eine der Landeserstaufnahmestellen nach Stuttgart kamen; deren Zahl hat sich 2018 allerdings deutlich verringert, vor allem im Vergleich zu den Jahren 2016 und 2017. Aus den anderen Bundesländern sind mit einem Wanderungsplus von plus 392 noch geringere Gewinne erzielt worden, als im Jahr zuvor (plus 719). Die niedrige Zuwanderung aus dem übrigen Bundesgebiet besteht seit zehn Jahren. Zwischen 2000 und 2008 wurden zumeist über 2000 Zuzüge aus anderen Bundesländern nach Stuttgart gezählt.

Einen deutlichen Anteil am Einwohnerzuwachs hat immer noch die Auslandszuwanderung. Im Jahr 2018 zogen mit plus 2371 per Saldo weniger Personen direkt aus dem Ausland nach Stuttgart als 2017 (plus 2619). Ein Großteil dieser Zuwanderung erfolgte aus anderen EU-Ländern (plus 1067).

Rückläufiges Geburtenplus

Im Laufe des Jahres wurden insgesamt 6534 Kinder geboren (2017: 6725); damit wurde der Höchststand aus dem Jahr 2016 um 239 Geburten unterschritten. Die Geburtenzahlen stiegen zwischen 2012 und 2016 deutlich und gehen seitdem wieder zurück.

Die Zahl der Sterbefälle fiel im Vergleich zum Vorjahr leicht und lag mit 5471 (2017: 5507) weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Zahl der jährlichen Sterbefälle schwankt seit zwei Jahrzehnten zwischen 5000 und 5700 in Stuttgart.

Die Zahl der Geburten übersteigt die der Sterbefälle um 1063; 2017 war das Geburtenplus (plus 1218) höher ausgefallen. Damit sank auch der Beitrag der natürlichen Einwohnerentwicklung zum Einwohnerwachstum in Stuttgart im letzten Jahr unter 50 Prozent.