Stuttgarter Erklärung des Kongresses der Gemeinden und Regionen Europas am 16. September 2003

Die rund 400 Teilnehmer aus 30 europäischen Ländern, von kommunalen und regionalen Behörden, Parlamenten, von Vertretern der Bürgergesellschaft und Migrantenvereinigungen, haben anlässlich der Konferenz "Integration und Partizipation von Ausländern in den Europäischen Städten in Stuttgart folgende Deklaration beschlossen:

1.

Wir stellen fest, dass die Migration von Menschen aus aller Welt nach Europa in Zeiten der Globalisierung zunehmen wird. Diese Migrationsschübe werden eine wachsende Zahl von Herkunftsländern betreffen und die Vielfalt und Vitalität in unseren Städten fördern aber auch herausfordern.

Auch wenn die historische Dimension der Migration im 21. Jahrhundert anders sein wird, können wir feststellen, dass die Migrantinnen und Migranten in der Vergangenheit und auch heute die Entwicklung des Europäischen Kontinents mitgestaltet und in vielfältiger Weise bereichert haben.

Deshalb sind wir überzeugt, dass Migrationsbewegungen auch künftig große Herausforderungen, Probleme und Aufgaben für die Einwanderungsländer, aber auch vielfältige Vorteile in demographischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht mit sich bringen.

Um so wichtiger ist es, dass diese Migration nach gemeinsamen europäischen Regeln stattfindet, da illegale Migration die Ausbeutung von Menschen, Menschenhandel sowie andere kriminelle Aktivitäten begünstigt.

Es gilt mehr denn je die Ursachen für unfreiwillige Migration zum Beispiel Flucht oder Vertreibung zu bekämpfen durch nationale und internationale Anstrengungen, vor allem durch das Vorbeugen von gewalttätigen kriegerischen Konflikten sowie durch die Förderung von demokratischen Strukturen, der Einhaltung der Menschenrechte und einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung. Dem interkulturellen und interreligiösen Dialog kommt hier eine wichtige Rolle zu.

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