Jugend lokal aktiv (JULA) - Für Vielfalt und Toleranz

Im Stadtbezirk Bad-Cannstatt gibt es soziale Brennpunkte und teilweise einen großen Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund sowie eine hohe Arbeitslosenquote. Zudem wurden Probleme im Bereich Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit festgestellt. Das Projekt unter der Leitung der evangelischen Gesellschaft Stuttgart bringt Menschen verschiedener Kulturen und Religionen miteinander in Kontakt und macht sie mit demokratischen Beteiligungsstrukturen in ihrem Lebensumfeld bekannt. Ziel ist zudem die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien.

ein Junge, zwei Männer und zwei Frauen, eine mit Kopftuch sitzen um einen TischVergrößern
JULA bringt Menschen verschiedener Kulturen und Religionen zsammen. Foto: Der rote Teppich / Frank Maul

Niedrigschwellige Angebote und Aktionen

Zahlreiche niedrigschwellige Angebote und Aktionen stellen schrittweise Bezüge zu den Themen des Programms JULA her und wecken das Interesse der Bewohner an anderen Kulturen und Religionen. Regelmäßige Begegnungsmöglichkeiten sorgen für eine lebendige Nachbarschaft und einen verständnisvollen Umgang miteinander. Über die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur und dem Stadtteil, in dem man lebt, werden Identifikationsmöglichkeiten geschaffen und eine schrittweise Öffnung zu anderen Kulturen erreicht.

Chancen und Möglichkeiten der Mitbestimmung

Zudem werden Jugendlichen die Chancen und Möglichkeiten der Mitbestimmung in Schule und Sozialraum bewusst gemacht und die aktive Teilhabe von sozial benachteiligten Menschen am Stadtteilgeschehen fördert deren Selbstbewusstsein. Jugendhilfe, Schule und Ausbildungsträger kooperieren zur Verbesserung der Ausbildungschancen von benachteiligten Schülerinnen und Schülern und von jungen Menschen ohne oder mit schlechtem Schulabschluss. Zu den 2008 zahlreich durchgeführten Teilprojekten gehören unter anderem:

"Frauen im Stadtteil aktiv"

Die VHS vermittelt Praktika, gibt Sprachkurse und fördert in Projekt-Kursen die gesellschaftliche Partizipation von Migrantinnen.

"Über den Tellerrand schauen"

Kinder und Jugendliche setzen sich mit ihren kulturellen Identitäten auseinander und dokumentieren ihre Alltagserfahrungen unter Anleitung in einem Film. Ein Theaterprojekt der Grundschule Burgholzhof mit 42 teilnehmenden Kindern der Klassenstufen 1 bis 4 unter Mitwirkung des Theaterhauses Stuttgart und des Deutschen Kunst-Forum.