Neubau von Olgahospital und Frauenklinik am Katharinenhospital

Auf dem Gelände des Katharinenhospitals entsteht derzeit der Neubau der Frauenklinik und des Olgahospitals. Der Klinikumstandort Mitte soll über 2.000 Räume und eine Gesamtgeschossfläche von 96.000 Quadratmetern verfügen.

Der Neubau für das Olgahospital und die Frauenklinik am Klinikumsstandort Mitte kommt in die entscheidende Phase. Von Januar bis August nächsten Jahres werden die Handwerker den Neubau Abschnitt für Abschnitt fertigstellen.

Das Klinikum Stuttgart wird die neuen Räume schrittweise übernehmen. Der Einzug der Patienten ist im November 2013 geplant.

Nach dem Umzug der Frauenklinik aus dem Krankenhaus Bad Cannstatt wird 14 Tage später das Olgahospital den Standort im Stuttgarter Westen aufgeben und seinen Betrieb auf dem Areal des Katharinenhospitals aufnehmen.

Der Neubau ist das größte Krankenhaus-Bauprojekt in Baden-Württemberg. Das Projekt ist ein entscheidender Schritt zur Neuordnung des Stuttgarter Klinikums. Diese ist mit über 950 Millionen Euro die größte städtische Investition.

Garant für beste medizinische Versorgung

Der neue Klinikkomplex hinter dem Katharinenhospital hat eine Geschossfläche von über 90.000 Quadratmetern. Bis zur Fertigstellung werden Stadt und Land über 300 Millionen Euro in ein hochmodernes und leistungsfähiges Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin sowie in die neue Frauenklinik investieren.

Im Olgahospital, derzeit noch im Stuttgarter Westen, werden jährlich rund 15.000 Kinder und Jugendliche behandelt. Sein Einzugsgebiet reicht weit über Stuttgart und Baden-Württemberg hinaus. Im Neubau wird das Olgäle über eine topmoderne Ausstattung verfügen. Viele Räume sind als Eltern-Kind-Zimmer konzipiert.

2700 neue Erdenbürger

Die Frauenklinik, die ihr Domizil noch bis zur Fertigstellung des Neubaus im Krankenhaus Bad Cannstatt hat, gehört mit jährlich rund 2.700 Geburten sowie insgesamt rund 6.000 stationären und zahlreichen ambulanten Behandlungen zu den großen Frauenkliniken in Deutschland.

Insgesamt wird es in dem neuen Kinder- und Frauenzentrum 385 Betten, sechs Pflegestationen, zwei Wöchnerinnenstationen, drei Stationen für Frühgeborene, neun Operationssäle, eine Notfallaufnahme und mehrere Ambulanzen aller Disziplinen geben.

Dank Olgäle-Stiftung

Da die finanziellen Mittel von Stadt und Land für eine umfassende kindergerechte Ausstattung nicht ausreichen, investiert die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. über 2,5 Millionen Euro in die Innengestaltung der neuen Kinderklinik und in medizinisches Gerät:

Geplant sind bunte Wartebereiche mit viel Unterhaltung, Innenhöfe mit Schmetterlingsmobile, eine Bücherei mit Internetraum sowie eine große "Arche der Hoffnung" in der Eingangshalle und vieles mehr.

Lichthöfe im neuen Kinder- und Frauenzentrum

Das neue Kinder- und Frauenzentrum wird nach den Entwürfen der Architektengemeinschaft HPP Laage & Partner, Sorg und Frosch Planungs GmbH unter Projektleitung des städtischen Hochbauamts errichtet.

Das Gebäudeensemble ist als mehrgeschossiger Sockelbau konzipiert. Darauf werden sich sechs versetzt angeordnete Pavillons befinden. Lichthöfe, teilweise mit Glas überdacht, sorgen für helle Räume. Alle Dachflächen werden mit Blütenstauden, Gras und Kräutern begrünt und werden so zu einer Verbesserung des Stadtklimas beitragen.

Insgesamt wird der Neubau zehn Stockwerke haben, drei davon sind Tiefgeschosse. Außerdem gibt es eine Tiefgarage mit 476 Stellplätzen.

Viele Bausteine

Der Neubau des Olgahospitals und der Frauenklinik ist ein zentrales Projekt zur Neuordnung des Klinikums Stuttgart. Weitere wichtige Bausteine sind das Bildungs- und Versorgungszentrum in der Hegelstraße, der Neubau des Dienstleistungszentrums in der Sattlerstraße sowie der Neubau des Zentrums für Seelische Gesundheit am Standort Bad Cannstatt.

Durch die künftige Wand-an-Wand-Lösung mit dem Olgahospital ergeben sich viele Vorteile, beispielsweise bei der Versorgung von kranken Neugeborenen.Insgesamt wird es in dem neuen Kinder- und Frauenzentrum sechs Pflegestationen, zwei Wöchnerinnenstationen, drei Stationen für Frühgeborene, neun Operationssäle, eine Notfallaufnahme und mehrere Ambulanzen geben.

Und so geht's weiter

Als letztes größeres Vorhaben im Zuge der Konzentration auf zwei Standorte wird in den nächsten Jahren am Standort Katharinenhospital ein Zentraler Neubau insbesondere für die internistischen und chirurgischen Kliniken entstehen. Darüber hinaus wurde im Frühjahr 2008 mit der Sanierung der Bettenhäuser des Katharinenhospitals begonnen.

Noch mehr Projekte

Auf dem Gelände des Katharinenhospitals sollen mittelfristig das Zentrum für Innere Medizin und das Zentrum für Operative Medizin entstehen. Dann wird es nur noch zwei Klinikumsstandorte geben: Beim Katharinenhospital (Standort Mitte) und in Bad Cannstatt. Ziel ist es, durch die räumliche Konzentration die einzelnen Klinikbereiche besser zu vernetzen. Damit kann die Qualität der medizinischen Versorgung gesteigert und zugleich die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.

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