Schwimm- und Badebeckenwasser

Jedes Jahr nutzen etwa drei Millionen Besucher die städtischen Bäder. Neben dem hohen Freizeitwert ist auch die positive Wirkung des Schwimmens und Badens für die Gesundheitsförderung und Gesundheitserhaltung unbestritten. Mangelhafte Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel nicht oder nicht sachgerecht aufbereitetes und desinfiziertes Schwimm- und Badebeckenwasser können jedoch für den Badegast die Gefahr mit sich bringen, sich mit Krankheiten anzustecken, die über das Schwimm- und Badebeckenwasser übertragen werden können. Das Infektionsschutzgesetz fordert deshalb, dass Schwimm- und Badebeckenwasser in öffentlichen Bädern so beschaffen sein muss, dass durch seinen Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu befürchten ist.

Einhaltung von Qualitätsstandards

Die Schwimm- und Badebeckenwasserhygiene hat deshalb eine gute gleich bleibende Beschaffenheit des Beckenwassers in Bezug auf Hygiene, Sicherheit und Wohlbefinden zum Ziel. Um dies zu erreichen, ist das Zusammenwirken folgender Faktoren erforderlich:

  • Aufbereitung des Wassers durch Entfernung von Mikroorganismen und Belastungsstoffen
  • Desinfektion, das heißt Reduktion der Mikroorganismen durch Abtötung oder Inaktivierung
  • Beckenhydraulik, also optimale Verteilung des Desinfektionsmittels im Becken und Austrag von Belastungsstoffen
  • Zusatz von ausreichendem Frischwasser; hier werden mindestens 30 Liter pro Badegast hinzugefügt, um eine unerwünschte Anreicherung von Stoffen zu verhindern, die durch die Aufbereitung nicht entfernt werden
 
Um die Gesundheit und das Wohl der Badegäste und des Personals eines Schwimmbades nicht zu beeinträchtigen, werden mikrobiologische, chemische und physikalisch-chemische Anforderungen an das Schwimm- und Badebeckenwasser gestellt. Deren Einhaltung wird durch regelmäßige Eigenkontrollen des Betreibers und durch amtliche Kontrollen des Gesundheitsamtes überprüft.

Stuttgarter Besonderheit

Kaum eine andere Großstadt ist von der Natur so reich mit Mineralwasser beschenkt worden wie Stuttgart. Bis zu 44 Millionen Liter des kostbaren Wassers entspringen täglich aus dem Bad Cannstatter und Berger Untergrund. Was liegt also näher als dieses Wasser auch zum Schwimmen und Baden zu nutzen!

Wer einmal in einem der drei Stuttgarter Mineralbäder Berg, Cannstatt oder dem Leuze gebadet hat, weiß um das herrliche Gefühl, danach eine Haut wie Cleopatra zu haben. Kein Wunder, erlaubt doch die hohe Schüttung an staatlich anerkanntem Heilwasser, dass dieses Wasser in einigen Schwimm- und Badebecken direkt aus der Quelle in Natur belassenem Zustand zum Baden zur Verfügung gestellt werden kann.

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