Möhringen - Bürgerversammlung
Auf rund 400 Zuhörer schätzte Bezirksvorsteher Jürgen Lohmann am Montag, 11. Juni 2012 die anwesenden Möhringer.
Besonders die zwei großen Bauprojekte des Stadtbezirks, der Seepark und der Europaplatz im Fasanenhof, liegen den Möhringern am Herzen. So kann Bezirksvorsteher Lohmann mitteilen, dass im Seepark die Handwerker seit Mai wieder tätig seien: "Die Fassadenarbeiten beginnen im Sommer." Eine besorgte Anwohnerin fragte nach, ob es stimme, dass die Bäume rund um den Probstsee entfernt werden sollten - auf den Werbeplakaten des Bauträgers Bietigheimer Wohnbau seien Illustrationen ohne Bäume zu sehen.
Dr. Wolfgang Schuster konnte sie beruhigen: "Die Rechtslage ist eindeutig: Rund um den See gibt es eine Schutzzone, die Bäume dürfen gar nicht weg." Wegen des zunehmenden Verkehrs aufgrund der zusätzlichen Anwohner werde derzeit ein Verkehrsstrukturplan erstellt, so Martin Schairer. "Wir werden Schritt für Schritt Lösungen finden."
Die Stadtbahnlinie U6, die im Fasanenhof endet, Richtung Flughafen und Messe weiterzubauen, müsse der nächste Schritt sein, sagte Schuster. "Wir ringen derzeit um die Finanzierung." 60 Prozent kommen vom Bund, 20 Prozent vom Land, wegen der restlichen 20 befindet sich die Stadt in Verhandlungen mit Esslingen und Leinfelden-Echterdingen. "Ich habe den Ehrgeiz, den Finanzierungsvertrag 2012 unter Dach und Fach zu kriegen", sagte Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister a.D.. Aus den Reihen der Bürger kam Zustimmung: Wenn die beiden Städte sich weigerten, die wichtige Erweiterung mit zu finanzieren, sollten sie auch keine Haltestellen bekommen, forderte ein Bürger unter dem Applaus der anderen.
Möhringens Radwege wurden von mehreren Bürgern erwähnt, einige endeten "im Nichts", andere seien im Winter Eisflächen. Werner Wölfle und Martin Schairer versprachen, sich des Themas anzunehmen.
Zu Stuttgart 21 wurde nachgefragt, wie die Spielräume für den lange geplanten Filderdialog aussehen könnten. "Ich halte den Filderdialog für sinnvoll, um abzuwägen, um neue Gesichtspunkte zu sehen", sagte der ehemalige Oberbürgermeister. Sein Nachfolger müsse darauf achten, dass die Belastungen für Stuttgart und für Möhringen nicht zu viel würden.


