Demografischer Wandel
Wir werden immer weniger, älter und bunter. Diese drei Schlagwörter bringen das Phänomen des demografischen Wandels auf den Punkt. Immer weniger Kinder werden geboren, die Menschen leben länger und immer mehr Stuttgarter haben ihre Wurzeln in einem anderen Kulturkreis.
Zwischen 2001 und 2005 nahm beispielsweise der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung um fast elf Prozent zu. Verschärft wird diese demografische Schieflage durch eine Abnahme von fast fünf Prozent in der Altersgruppe zwischen 18 und 45 Jahren. In der Prognose bis 2020 ist dieser Trend noch wesentlich stärker ausgeprägt.
Landeshauptstadt Stuttgart legt den Demografiebericht 2012 vor
Stuttgarts "Strategie und Maßnahmen zur Abmilderung des Demografischen Wandels - Demografiebericht 2012" wurde Anfang Dezember (5. Dezember 2012) vorgestellt.
Den Bericht können Sie hier herunterladen: Demografiebericht 2012 (PDF - 5,8 MB)
Die Stuttgarter folgen den demografischen Entwicklungen und werden immer "älter", "bunter" und leben "vereinzelter". Dadurch ändern sich die sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen gravierend. Im Zweijahresturnus wird im Demografiebericht der aktuelle Stand in Stuttgart aufgezeigt sowie Strategien und Maßnahmen entwickelt, um der Aufgabe "Demografischer Wandel" und den darin enthaltenen Herausforderungen zielgerichtet begegnen zu können.
Der Demografiebericht befasst sich sowohl mit der dezentralen Herangehensweise auf Bezirksebene als auch mit der zentralen Herangesehensweise der Fachbereiche der Stadtverwaltung, die den Wandel in der Bevölkerung ("Außensicht") und das Personal ("Innensicht") im Blick haben.
Dem Demografischen Wandel begegnen
Dank der Zuwanderer ist die Bevölkerungsabnahme und -alterung in Stuttgart nicht ganz so dramatisch wie in anderen Städten. Trotzdem muss die Stadt dem Demografischen Wandel begegnen, um im immer schärfer werdenden Standortwettbewerb nicht auf der Strecke zu bleiben. Für junge Menschen müssen Anreize da sein, Kinder zu bekommen. Aber auch auf die immer größere Zahl älterer Bürger muss die Stadt sich einstellen und beispielsweise für Barrierefreiheit im Alltag sorgen.
Programme und Initiativen
In Stuttgart gibt es schon seit geraumer Zeit Programme und Initiativen, die sich direkt oder indirekt mit den Herausforderungen des demografischen Wandels beschäftigen.
Demografischer Wandel in Stuttgart
Mit dem Stuttgarter Generationenvertrag und dem demografischen Stadtbezirksansatz wird das Thema ganz direkt angegangen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen. Die Politik kann die Herausforderungen des Demografischen Wandels nicht alleine bewältigen. Bürgerschaftliches Engagement, beispielsweise in Zukunftskonferenzen, ist gefragt.
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